Aug 08 2017

05. August 2017: Das neue Schuljahr hat begonnen

Published by bernd at 19:42 under USA

Nicole:

Der Sommer ging zu Ende wie im Flug. Am 3. August war Sarah’s 1. Schultag in der 1. Klasse. Jetzt soll es in der Schule ernster werden, obwohl das Vorschuljahr auch nicht ohne war. Das Lesen müssen die Eltern den Kindern beibringen indem sie mit ihnen sogenannte “sight words” lernen. Jeden Monat wurden die Kinder getested und dann gab ein neues Blatt mit 20 Wörtern. Die sight words sind Wörter, die ständig in Sätzen vorkommen und mit denen man auch einfache Sätze bilden kann (Z.B. I like to jump, The flower is red, etc.) Nach ca. einem halben Schuljahr wurde Sarah dann von ihrer Lehrerin getestet in welchem Leselevel sie sich befindet und ich habe dann eine Website gefunden, wo zu jedem Leselevel Kinderbuchvorschläge angegeben werden. Diese Bücher habe ich dann in der Bücherei ausgeliehen. Sarah liest glücklicherweise gerne und so konnte ich alle zwei bis drei Wochen das Leselevel erhöhen, denn mit dem Bücherlesen hat sie im Laufe der Zeit immer wieder neue Wörter dazugelernt.  Das Lesenüben war die tägliche Hausaufgabe, ansonsten gab es noch freiwillige Hausaufgaben, die monatlich ausgegeben wurden, wie z.B. Schreiben, Mathe mit einem speziellem Kindercomputerprogramm, Kurzfilme und anschliessende Fragen über anstehende Personenfeiertage (Presidentsday, Martin Luther King Jr. Day, etc.) Mathe am Computer mag Sarah am liebsten, da es am Ende immer bei richtig gelösten Aufgaben ein Belohnungsspiel gibt. Allerdings haben wir die freiwilligen Hausaufgaben hauptsächlich an schulfreien Tagen, Ferien oder an Early Release Tagen gemacht, da ich finde, dass die Schultage auch so lang genug sind und Sarah eh erst gegen 3.00 Uhr zu Hause ist. In Mathe wurden die verschiedenen Formen, Maße, mehr, weniger, größer, kleiner etc. unterrichtet. Aber auch plus und minus bis 20, zählen bis 100, 2er-, 5er- und 10er Reihe bis 100.

In den Sommerferien hat man allerdings richtig gemerkt, wie Sarah das Spielen vermisst hat. Am Anfang der Ferien wusste sie nicht so recht, was sie mit der Zeit anfangen sollte, wenn wir nachmittags zu Hause waren und ich sie nach dem Lesen- und Matheüben zum Spielen geschickt habe. Sie kam dann und meinte, ihr wäre langweilig und wollte, dass ich mit ihr spiele. Aber nach ein paar Tagen legte sich das dann und sie baute nach langer Zeit mal wieder Lego oder spielte Barbie und verwandelte ihr Zimmer erfolgreich in ein Schlachtfeld, weil sie mit Allem gleichzeitig spielte :-)

Ansonsten hatten Sarah und ich unser allsommerliches  Programm. Zwei Mal die Woche ging Sarah  im YMCA zum Schwimmunterricht für fortgeschrittene Schwimmer und danach ging sie in den Kidsclub und ich zum Line Dancing. Wir waren jeden Freitag bei Michaels in der Bastelstunde, waren im Chattahochee Nature Center bei einer Schmetterlingsausstellung und haben uns ausserdem dort die Biber, Eulen und Falken und Blumen angesehen. Wir waren im Ink (Kindermuseum), im Kino, beim Puppentheater, Botanischer Garten (fand Sarah langweilig) und in der Bücherei, wo jedes Jahr in den Sommerferien verschiedene Programme stattfinden (Zauberer, Puppenspiel, Lesestunden, Eyperimente, Tiershows, etc.). Nachmittags haben wir ab und zu gebastelt, Batik T-Shirts, Slime (ist hier im Moment super trendy und wird aus Klebstoff, Backsoda, Lebensmittelfarben, Kontaklinsenlösung, gemacht) und Sandart gemacht. Und eine Woche war Sarah in ihrem Kindergarten in der Kirche für halbe Tage im Sommercamp. So vergingen 11 Wochen Ferien wie im Flug.

Jetzt sind wir gespannt, wie das erste Schuljahr wird. Sarah hat eine neue Lehrerin und bis auf zwei, neue Mitschüler bekommen. Hier in unseren Schulen bleiben die Kinder nicht die ganze Grundschulzeit mit dem gleichen Klassenlehrer und Schülern zusammen, sondern werden jedes Jahr neu aufgeteilt. Die einzigen Lehrer die Sarah behalten hat, sind ihre Sport-, Kunst-, Musik- und Gesundheitskundelehrer.

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