Archive for November, 2013

Nov 29 2013

11.28.2013: Thanksgiving /Fleemart / Savannah / Obamacare

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Bernd:

Heute hat es bei uns zum ersten mal gefroren. Gedoch scheinte die Sonne den ganzen Tag, so daß Sarah und ich draußen Weinachtsplätzchen backen konnten. Nicole hatte schon alles vorbereitet und so haben wir unser Thanksgiving gemütlich zu Hause verbracht. Thanksgiving und Weihnachten sind in den USA die höchsten Feiertage und so ziemlich die einzigen Tage, wo mal einige Geschäfte geschlossen haben. Die großen Kaufhäuser starten dann heute Abend ab 18 Uhr zum Black Friday Verkauf und locken mit großen Rabatten. Den Kampf brauchen wir uns nicht antun und genießen die freien Tage lieber entspannend.

Nicole hat seit dieser Woche eine Brille. Im Gegensatz zu Deutschland muß man hier zu einem Augenarzt (Optiker ist nicht ausreichend) zur Augenuntersuchung, der einem dann ein “Rezept” für die Brille ausstellt. Ich kann zwar auf jeden Flohmarkt mir eine gebrauchte Waffe kaufen, aber keine Brille ohne gültiges Rezept vom Augenarzt. Auch wenn wir jetzt Amerikaner sind, so muß doch nicht alles für uns Sinn machen. Die Brille ist leider nicht durch unsere Krankenkasse abgedeckt, was leider auch die Untersuchung des Augenarztes betrifft.

Vor einigen Wochen sind wir am Wochenende über die Flohmarkt gegangen. Frisches Obst und Gemüse kann man hier wirlich gut kaufen. Kurz darauf ging es dann nach Savannah, GA. Manchmal fällt uns hier in Bonaire “die Decke auf den Kopf” und wir brauchten etwas Abwechselung. Das ist so nicht ganz richtig, aber ich freute mich auf einige Lieblingsgeschäfte, die es bei uns so nicht gibt (z.B. Whole Foods). Dadurch dass es hier in Bonaire, GA, etwas ländlicher ist, fällt es uns auch recht schwer neue Leute kennenzulernen. Es gibt recht wenige Veranstaltungen (Meetups) und so bleiben oft nur die Kirchen um Kontakte zu knüpfen. Der Sonntag ist jedoch “Familientag” und so fällt der gelegentlich angedachte Kirchenbesuch aus.

Sarahs Kindergarten (Kirche) hatte eine Halloween Veranstaltung und so hieß es dann für Sarah aufbretzeln. Sarah (und wir) hatten richtig Spaß und die Kirche hatte jede Menge Aktivitäten aufgeboten für die Kids.

Politisch kann ich dieses Land wirklich nicht verstehen. Die Republikaner machen nichts anderes, als sich gegen alles zu stellen, was Obama vorschlägt. Menschen fanden in der Vergangenheit keine Krankenversicherung oder gingen bankrott wenn sie krank wurden. Und jetzt wird ein Gesetz, welches einen generellen Zugang zu einer Krankenversicherung bietet, als Sozialismus pur hingestellt. Rebublikanische Abgeordnete posten auf Facebook und ihren Webseiten, daß sie stark gegen die Einführung von “Obamacare” “kämpfen”. Sarah Palin und Fox News lügen ohne rot zu werden und dies hat mit Berichtserstattung nichts mehr zu tun.

In Deutschland hatte ich immer meine Zweifel warum wir GEZ Gebühren zahlen müssen und warum es öffentlich rechtliche Fernsehsender gibt. Man schaue sich FOX News an und schon ist man ein Fan vom deutschen “neutralen” öffentlichen Fernsehen. Jetzt wo ich Amerikaner bin habe ich auch kein Problem mehr meine Meinung auf der Arbeit darzulegen, wenn Kollegen über “Obamacare” herziehen. In der Vergangenheit waren wir nur Gäste, jetzt sind wir Bürger.

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Nov 01 2013

22.Oktober 2013, Es ist bald Halloween und “We have been spooked”

Published by bernd under USA

Nicole:

Am 31.Oktober ist Halloween und einige Leute,auch wir, haben schon dekoriert.

Eine schöne Halloween Tradition ist das “spooking” (herumgeistern).

Am Donnerstag klopfte es an unserer Tür, aber als wir öffneten war niemand zu sehen. Stattdessen lag ein Päckchen mit Süßigkeiten auf unserer Stufe mit der Aufschrift: “You have been spooked”. Anbei gab es eine Anleitung zum spooking. Man klebt oder hängt den mitgelieferten Zettel “We have been spooked” an die Türe, damit ihn die anderen Nachbarn sehen können. Dann geht man abends wenn es dunkel ist los und legt bei zwei anderen Nachbarn, die  noch kein Schild an die Türe haben, etwas vor die Türe. Wenn es gut läuft, geht das spooking durch die ganze Nachbarschaft. Allerdings waren die Beiden Familien, denen ich etwas vor die Türe legte “Spielverderber”, sie haben die kein Schild an die Türe gehängt, und außer unseren drei Nachbarschaftshäusern hat niemand weiter ein Schild rausgehangen, also haben sie nicht weitergemacht. Schade, ich finde das spooking ist eine nette Nachbarschaftsgeste und es soll ja nur eine winzige Kleinigkeit sei.

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