Archive for März, 2010

Mrz 30 2010

30.03.10 Apotheken, Mailorder und warten auf die Arzneimittel

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Nicole:

Die Apothekenbesuche hier in den USA sind fast ein kompletter Gegensatz zu denen in Deutschland. Vor allem sind diese Apothekenbesuche eher unpersönlich. In Deutschland kennt das Apothekenpersonal den Kunden, wenn er regelmäßig in die gleiche Apotheke geht, nicht so hier in den USA.

Wenn man eine Dauermedikation hat, bekommt man vom Hausarzt meist ein Rezept (prescription) für ein Jahr ausgestellt. Auf dem Rezept steht dann der Wirkstoff, wenn es Generika gibt oder der Medikamentenname, die Dosierungsanweisung, die Packungsgröße und die “Refills” (die Menge der Nachfüllpackungen) und natürlich der Name des Patienten. Bei einer Einzelmedikation bekommt man keine Refills.

Mit dem Rezept geht man dann in einer der zahlreichen Apotheken, wie CVS, Walgreens, Rite Aid oder in den Apotheken der Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte, wie z.B. Publix, BI-LO, Walmart, etc. und gibt dort das Rezept ab. Wenn man in Deutschland ein Privatrezept mit einer Verschreibung für drei oder sechs Monate hat, z.B. mit einer Antibabypille, bekommt man das Rezept abgestempelt zurück, wenn man nicht die komplette Menge gekauft hat. Hier in den USA bleibt das Rezept in der Apotheke. Alle Daten des Patienten und des Rezeptes werden in den Computer eingegeben. Wir gehen immer zur CVS Pharmacy und können in jeder CVS Pharmacy der USA nach einem “Refill” fragen. Also kein Problem, wenn man mal umzieht oder im Urlaub das Medikament ausgeht oder man es vielleicht zu Hause vergessen hat.

Wenn man das Rezept abgegeben hat braucht man erst einmal Geduld. Die Bearbeitung braucht nämlich 20 Minuten oder länger, auch wenn das Medikament vorrätig ist. Rite Aid macht gerade Werbung mit 15 Minuten Wartezeit ansonsten bekommt man einen 5-Dollar-Geschenkgutschein. Am Anfang habe ich mich gefragt, warum das so lange dauert. In Deutschland gibt man das Rezept ab, der Apotheker holt das Medikament aus der Schublade, scannt es ab und taxiert das Rezept, wechselt gleichzeitig noch ein paar nette Worte mit dem Kunden und der Kunde bezahlt.  Das ganze dauert bei ein bis zwei Medikamenten keine fünf Minuten. Hier in den USA dauert das Ganze aus zwei Gründen so lange: zum Einen werden z.B. Tabletten und Kapseln abgezählt. Der bzw. die PTA oder Apotheker/in nimmt aus einem großem Behälter nur die Menge an Tabletten oder Kapseln, die der Kunde benötigt. Man bekommt also nicht wie in Deutschland fertige Blister-Packungen mit 10, 20, 50 oder 100 Tabl., sondern einzelne Tabletten, abgefüllt in einem Behälter. Das hat wahrscheinlich den Vorteil, dass die Patienten die Medikamente nicht tonnenweise (verfallen) zu Hause haben.

Zum Anderen dauert die Rezeptbearbeitung so lange, weil die Apotheken gleich bei der Bearbeitung Anfragen an die Krankenkassen stellen. Sie bekommen dann direkt Antwort und wissen so, dass sie auch ihr Geld bekommen und wieviel Eigenanteil der Patient zahlen muss. Davon können deutsche Apotheker träumen, die sich mit Regressen herumschlagen dürfen.

Seit Dezember letzten Jahres haben wir eine neue Krankenversicherung, da unser Arbeitgeber gewechselt hat. Diese Krankenkasse bietet eine sogenannte Mail-Order an, das bedeutet, dass man die Medikamente für eine Drei-Monats-Medikation per Post nach Hause geschickt bekommt und der Patient dadurch Geld spart. Wichtig war hierbei, dass mein Arzt ein Rezept mit Drei-Monatspackungen und 3 Refills ausstellt, für ein Jahresrezept. Man muss zu dem Rezept dann ein Formular von der Krankenkasse ausfüllen und dann faxt entweder der Arzt das Ganze zur Krankenkasse oder der Patient schickt es selber per Post. Wenn man dann nach drei Monaten einen Refill braucht, ruft man einfach bei der Krankenkasse an oder bestellt den Refill online.

Ich wurde im letzten Monat auf ein anderes Medikament umgestellt und habe ein Rezept für ein Jahr für die Mail-Order bekommen. Da wir aber testen wollten, ob das Medikament auch ausreichend ist und ich nicht gleich so viele Packungen zu Hause haben wollte, habe ich meinen Arzt gebeten, zusätzlich ein Rezept für einen Monat auszustellen. Bei positiver Wirkung wollte ich dann das Rezept zur Krankenkasse schicken. Gesagt getan. Alles war prima und ich habe das Rezept per Post zur Krankenkasse geschickt. Die letzte Mail-Order hatte mein Arzt gefaxt und das Medikament war innerhalb von vier Tagen in unserer Mailbox. Ich dachte 10 Tage sollten da nun  reichen. Leider war das nicht der Fall. Ich wartete bis auf den letzten Drücker und brauchte nun eine neue Packung, die noch immer noch nicht geliefert wurde. Also fuhr ich zu meinem Arzt, erklärte der Sprechstundenhilfe den Sachverhalt und bat nochmal um ein Rezept für einen Monat. Kein Problem, mein Arzt hat sogar noch einen Refill zur Sicherheit aufgeschrieben. Ich fuhr zur CVS Pharmacy, wartete 20 Minuten und bekam dann mein Medikament mit der Antwort: “Das macht 180 Dollar, bitte”. Bitte? Wieso denn das, die Zuzahlung beträgt doch nur 10 Dollar. Das Problem war, dass die Krankenkasse eine Rückmeldung an die Apotheke gegeben hat, dass ich den Refill zu früh abhole und die Krankenkasse deshalb das Medikament nicht bezahlt. Ich bekomme das Medikament nur, wenn ich es komplett bezahle. O.K. Ich sagte der Dame, dass ich bei der Krankenkasse anrufe und gleich wieder zurück bin. Ich hatte schon vorher mal einen ähnlichen Fall und wusste, dass ich nur bei der Krankenkasse anrufen brauche und schon ist alles O.K. Also fuhr ich nach Hause und rief bei der Krankenkasse an. Ich musste meine Patientennr. und Geburtsdatum angeben und schon konnte die Dame am Telefon auf ihrem Bildschirm sehen, dass die Medikamente mit der Post unterwegs sind und am Montag geliefert werden. Es war nun Donnerstag. Ich sagte der Dame, dass ich aber früher das Medikament bräuchte und nicht bis Montag warten kann. Ich bekam dann eine Telefonnummer und eine Anweisung für den Apotheker und das wars. Ich fuhr wieder zur Apotheke gab dem Apotheker die Telefonnummer und der Anweisung von der Krankenkasse. 10 Minuten später hatte ich dann mein Medikament und auch nur den Anteil von $ 10,00 bezahlt.

Heute kam dann die Lieferung meiner Mail-Order.

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Mrz 28 2010

28.03.2010: Frühling, Credit History & Krankenversicherung

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Bernd:

Vor gut 2 Jahren sind wir hier in den USA angekommen und haben unseren VW Rabbit geleast.  Dies machte für uns Sinn, da wir uns eine Credit History aufbauen mussten (und immer noch müssen), den in den USA bekommt man später nur ein Darlehen, wenn man schon Schulden hat. Ein sicherlich nicht perfektes System, denn so haben Personen die bis Oberkante-Unterlippe in Kreditkartenschulden stecken, aber stets den Mindestbetrag zurückzahlen, eine bessere Credit History als wir, die keine Schulden hatten. So muss man dann halt auch mal kaufmännisch “ungeschickte” Entscheidungen treffen und eine Finanzierung aufnehmen, die man unter normalen Umstände nicht gemacht hätte. So haben wir z.B. unser zweites Auto zu 1/3 finanziert, da sich ein Autodarlehen positiv auf die Credit History auswirkt. Da die Zinsen jedoch so hoch waren (man wollte uns nur eine Finanzierung zu 10% anbieten), haben wir nur einen Teilbetrag finanziert und diesen für gerade mal 12 Monate. Und so verbessert man über den Zeitraum seine Kreditwürdigkeit. Einen Dispo Kredit wie wir in in Deutschland kennen, hat man hier in den USA nicht. Dafür benutzen die Amerikaner ihre Kreditkarten. Lustig finde ich immer die Radiowerbung: Haben Sie auch über $10,000 Schulden auf Ihrer Kreditkarte und können nur noch den Mindestbetrag bezahlen? Es ist NICHT Ihre Schuld! Rufen Sie an… Nee, die Schulden kamen alle von selbst…

Der Frühling kämpft sich immer mehr durch und es wird Zeit die BBQ Saison zu eröffnen. 

Wir haben etwas mit der Gartenpflege begonnen und schon den Basketball Korb ausgetestet. :-)

Zum Abschluss noch einige Worte zum Thema gesetzliche Krankenversicherung: Dieses Thema spaltet die Nation und man merkt, wie radikal und verbohrt manche Amerikaner sind. Manche handeln so, als ob eine Krankenversicherung für alle der Untergang der privaten Entscheidung wäre und wir uns morgen im Kommunismus befinden.

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Mrz 25 2010

24.03.10: Frühling

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Bernd:

Endlich ist der Frühling eingekehrt.  Am Wochenende habe ich unseren Rasenmäher aus der Garage geholt und Nicole und ich haben uns an die Gartenarbeit gemacht. Hört sich langweilig an, jedoch habe ich erstaunlicherweise Spaß am Rasenmähen. Es muß wohl daran liegen, dass der Rasenmäher mit Benzin betrieben wird. Halt Jungs mit ihren Spielzeugen… :-)

Am Wochenende zuvor hatten wir uns mit unseren amerikanischen Bekannten Joe und Geanie getroffen. 

Wir waren gemeinsam beim Chinesen und im Anschluss ging es in die Eisdiele. Der Abend hat mich gut 1 kg gekostet, aber beim Eis konnte ich nicht Nein sagen. Wir haben in den zwei Jahren wo wir nun hier sind die Erfahrung gemacht, dass es recht schwer ist amerikanische “Freunde” zu finden. Man kommt leicht ins Gespräch und in Kontakt, aber engere Freundschaften, wie man es aus Deutschland her kennt, sind hier recht selten. Man trifft sich gelegentlich, aber dann hört es auch schon auf. Wir hatten uns letztens mit einer Dame im Bilo (das ist ein hiesiger Supermarkt) über das Thema unterhalten. Die Dame ist Amerikanerin und konnte unsere Erfahrung voll und ganz bestätigen. Hmm, anscheinend geht es somit nicht nur uns so. Es ist halt eine andere Kultur.

Am Freitag gibt es bei uns wieder Live Musik Downtown und Nicole und ich werden wohl dort hingehen. Die Temperaturen waren die letzten Tage wirklich traumhaft; wollen wir hoffen, dass es dabei bleibt.

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Mrz 10 2010

09.03.10: Was so geschah…

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Bernd:

Ein kurzes Resümee übers Wochenende: Am Samstag hatten wir traumhaftes Wetter und der Frühling kommt immer näher. Ich war bis 15 Uhr im Büro und  bin danach mit Nicole zum Barnes & Nobles gefahren. Dort haben wir dann uns gut 2 Stunden die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und gemütlich beim Kaffee und Kuchen relaxt. Am Sonntag morgen war ich wie gewohnt joggen und nachdem wir mit Freunden aus good old Germany geskypt haben, sind wir in Downtown Greenville spazieren gegangen. Es war anscheinend ein Irisches Festival mit Livemusik und viele Besucher hatten grüne Kleidung an. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht mit. Im April sind wir übrigens für eine Woche im verdienten Urlaub. Wir haben heute uns einmal unsere Reiseroute angeschaut. Mit dem Auto geht es innerhalb von einer Woche durch 8 US Bundesstaaten. :-) Wir haben immer ein straffes Programm, da versuchen  die Woche Urlaub voll auszukosten. (@Regina/Jürgen: Danke für die netten Tips. Wir haben den Besuch in der Münzprägeanstalt mit in die Planung eingebaut.) Bin zudem ganz happy, da ich uns gerade online ein 4 Sterne Hotel in Dallas, welches normalerweise $160 die Nacht kosten, für $46 plus Steuern über hotwire.com buchen konnte. Wir zählen schon die Tage…

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Mrz 03 2010

02.03.2010: US Airways berichtet über Greenville, SC

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Bernd:

Über 5  Millionen Leser hat das Bord Magazin von US Airways. In der aktuellen Ausgabe wird Greenville, SC, als das bevorzugte Reisegebiet vorgestellt und ein großer Beitrag beschreibt das Fleckchen, wo es uns hin verschlagen hat. Schaut einmal selbst …

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