Archive for März, 2009

Mrz 28 2009

Sa. 28.03.09: Arbeitslosigkeit, unser “toller” Gouverneur & Turnschuhe

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Bernd:

Wäre es nicht so ernst, würde ich drüber lachen: Darf man als Gast und Bewohner dieses Landes sagen, daß der eigene Gourveneur ein Ideot ist? Dass er ein profilierungssüchtiger Republikaner ist, dem das Wohl des Staates, für welches er eigentlich verantwortlich ist, anscheinend egal ist? Dass er parteipolitische Spiele über das Wohl der Einwohner stellt? Ich denke ja!

Wie komme ich darauf? South Carolina kämpft ums Überleben in dieser dramatsichen Wirtschaftskrise. Wir haben die dritthöchste Arbeitslosigkeit (JA, wir sind in den Top 3 der Arbeitslosigkeit von allen 50 Staaten in den USA) und die Prognosen sehen von Tag zu Tag schwärzer aus. Täglich suchen mehr und mehr Menschen einen neuen Job. Wir haben mittlerweile über 11% Arbeitslosenquote in SC und man prognostiziert um die 16 % für Juni…

Jetzt werden manche sagen: Aber was ist mit dem milliardenschweren Konjunkturpaket? Tja, das ist genau unser Problem. Unser Gouverneur, Mark Sanford, nimmt das Geld nicht! Ja, es liegt auf dem Präsentierteller, aber er finded es wohl keine gute Idee, das Geld zum Ankurbeln der Konjunktur zu benutzen.  Nein, dies ist kein Scherz. Hätte man je an so etwas gedacht? Er weigert sich, das Geld zum Wohle von SC auszugeben. Es wird Zeit, dass wir in 4 Jahren hier hoffentlich wählen dürfen, damit wir unseren Teil dazu beitragen können, solche Ideoten wieder nach Hause zu schicken.

Noch etwas anderes: Turnschuhe. Ist Euch aufgefallen, daß Amerikaner leidenschaftlich gerne Turnschuhe tragen? Am Anfang konnte ich mich gar nicht damit anfreunden, aber soll ich Euch was sagen, mittlerweile bin ich ein Turnschuh Fan geworden. Einfach super bequem. Nicole sagt mir immer, daß das überhaupt nicht aussieht, aber hier in den USA stört das keinen. Boundless freedom…

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Mrz 16 2009

So. 15.03.09: Autoshow

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Bernd:

Am Sonntag haben wir uns mit Bekannten eine Autoshow in Spartanburg angeschaut. Hier wurden die Schmuckstücke übrigens auch versteigert und ich hatte Nicole gebeten auf KEINEN Fall Ihre Hand zu heben, auch nicht wenn sie nur unseren Bekannten zuwinken möchte. Das kann bei Auto-Auktionen schnell mal falsch verstanden werden. (Irgendwie zuckte ihre Hand beim Mini und bei der Corvette…) 

Den Nachmittag haben wir mit Bea & Micha im Starbucks und Barnes & Nobles verbracht. Leider hat es das ganze Wochenende geschüttet, aber so sind wenigstens unsere Seen wieder gut für den Sommer gefüllt. Man muß halt alles positiv sehen.

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Mrz 09 2009

09.03.09: Der Sommer kommt - 25 Grad

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Bernd:

Es ist kaum zu glauben: Vor einer Woche Montag hatten wir Schnee und jetzt am Wochenende traumhaften Sonnenschein bei 25 Grad Celsius! Ein Traum…
Nach der Arbeit Samstag war ich kurz joggen und Nicole hat wieder mit dem malen angefangen. (Dies hatte Sie über die Wintertage kurz ausgesetzt.) 

Am Sonntag ging es dann heiß her beim Paint Ball. Ein Freund (NBK1971) hatte uns irendwie alle dazu “angeheizt” dies mal auszuprobieren. Nachdem ich beim letzten mal nur zugeschaut habe, hieß es dann heute: So schwer kann das nun nicht sein! 

Es geht doch nichts über eine gehörige Portion Selbstüberschätzung, wenn man das sportlich nimmt. :-) Also, ab in den Wal-Mart eine Gesichtsmaske kaufen und “Kampfkleidung” vom Wühltisch. 3 Sachen habe ich heute gelernt: 1. Die blöden Kugeln vom Paintball tuen doch weh, 2. Ich bin nicht sehr gut in dem Spiel, 3. Gut, dass ich nie bei der Bundeswehr war.

Fazit: Das war mein erstes und auch letztes Paint Ball Spiel. Es war recht lustig, weil wir mit der ganzen Truppe unterwegs waren, aber nach gut 3 Stunden war für mich dann Schluss.

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Mrz 02 2009

Mo. 02.03.09: Walking through the Winter Wonderland….

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Bernd mit Ergänzung von Nicole:

Eigentlich dachten wir ja, es wird langsam Frühling, zumindestens hofften wir es. Am Samstag und Sonntag hat es den ganzen Tag geschüttet und dann bekamen wir eine Winterunwetterwarnung. Ja ja, dachten wir, wieder drei Flocken Schnee, wie bei der letzten Warnung. Dann ging der Regen in Schneeregen über und schließlich in Schnee, der auch noch liegenblieb! Nachts fing es auch noch an zu frieren. Heute morgen präsentierte sich die weiße Pracht dann im strahlenden Sonnenschein. Nun haben wir unseren ersten Schnee in South Carolian erlebt. Getreu dem Motto: Alles etwas mehr, alles etwas größer, hatten wir gut 10 cm Schneefall!  Die Autos waren komplett zugeschneit, gut 50.000 Haushalte hatten keinen Strom mehr, da die Stromleitungen über Land verlegt sind und durch die Schneemassen zusammengebrochen sind.
Schneeräumfahrzeuge gibt es hier nicht, da es halt zu selten schneit. Gut 70% der Kollegen kamen nicht zur Arbeit, da sie entweder auf die Wiederherstellung des Stroms warten mussten oder halt so eingeschneit waren, dass man das Auto nicht mehr bewegen konnte. Selbst wir hatten große Probleme das Auto von den Schneemassen zu befreien und aus der Apartmentanlage zu kommen. Da es von unserer Anlagenausfahrt in die Hauptstrasse etwas bergauf geht, kam ich nicht von der Stelle, durch das Eis sind mir dauernd die Räder durchgedreht. Ich musste ein ganzen Stück wieder Rückwärts den Berg herunter fahren, bis die Reifen wieder Griff hatten. Sonst brauchen wir ca. 10 Minuten zur Arbeit, heute brauchten wir eine halbe Stunde. Vor allem auf unserer Roper Montain Road mussten wir aufpassen, da diese, wie der Name schon sagt ganz schön auf und ab geht. Auf dem Weg dorthin sahen wir zahlreiche Autos am Interstate-Rand stehen, auf der Interstate nach Spartanburg hat es gestern abend und in den frühen Morgenstunden um die 200 Mal gekracht. Auf der Interstate leuchtete die “Alert”-Tafel der Polizei auf: Attention Black Ice - Black Ice übersetzt man mit Glatteis, Blitzeis. Hier zu den “Schnee-News”.

Heute Mittag, als ich wieder nach Hause fuhr, war der Spuk fast wieder vorbei. Der Eis-Schnee auf den Straßen war getaut und der Schnee schmolz in der Sonne vor sich hin. Nun können die Aufräumarbeiten losgehen, denn durch den Schnee sind viele Bäume und Äste umgeknickt.

Und hier nun ein paar Bilder von unsrem Winter Wonderland….

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Mrz 01 2009

So. 01.03.09: Auto fahren in den USA - Fahrschule brauche ich nicht

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Bernd:

An was können wir uns hier schwer gewöhnen? An die Fahrweise der Amerikaner! Es soll sich nicht arrogant anhören und jeder der mich kennt weis, dass ich sicherlich NICHT der beste Autofahrer bin, aber verglichen zu den Amerikanern fahre ich 1A!
Blinken - kennt man nicht, Spur wechseln um dem Auffahrenden Platz zu machen - braucht man nicht, per Blackbarry während der Fahrt e-mails schreiben und lesen - wozu habe ich denn das Ding?, Autofahren und gleichzeitig telefonieren - immer, aber nur wenn ich noch dabei rauche und/oder Kaffee trinke. Meistens bleibt dabei etwas auf der Strecke…  Heute hat es geregnet und was sieht man wieder: ein Crash nach dem anderen und alle Autos sind meistens Totalschaden. Und das bei nur erlaubten 60 KM in der Stunde! OHNE Worte. Das dramatische daran ist jedoch, dass auch viele Unfälle dann tödlich enden, wie heute der in Anderson. Ich denke einfach, dass man mit 16 Jahren noch kein Auto fahren sollte, aber dies sieht man ja hier anders.

Da das Wetter heute leider total mies ist, bleiben wir auf der Couch.
Habe heut übrigens ein sehr schönes Zitat von Paulo Coelho gelesen:

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben,
sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten,
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben,
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben,
sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben,
sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben,
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben,
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben,
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben,
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich allen,
die mich lieben, so wie ich bin,
sie geben mir die Kraft zum Leben.

Paulo Coelho

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