Archive for November, 2007

Nov 14 2007

Bernd hat einen Job :-)

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Nicole:

Alles kommt anders als man denkt.
Bernd hatte sein erstes Vorstellungsgespräch in Wörth, bei einer deutschen Fa., die in Duncan (South Carolina) eine Niederlassung hat. Bernd war sehr ehrgeizig und hatte dort ein paar mal per @mail nachgefragt, wie denn Stand der Dinge sei. Jedenfalls lief dann das erste Gespräch sehr gut und wurde dann zu einem zweiten Gespräch nach Mannheim eingeladen.
Ich war erst einmal enttäuscht, ich war darauf eingestellt, dass wir and die großen Seen ziehen.
Allerdings verflog meine Enttäuschung ganz schnell, als wir uns die Gegend auf Google Earth angeschaut haben. Außerdem waren wir schon mal in den Südstaaten im Urlaub, zwar nicht in diser Gegend, aber es gefiel uns dort sehr gut. Außerdem 9 Monate Sommer zu erleben ist ja auch nicht übel :-).
Das 2. Gespräch verlief wohl auch gut aber die gute Frau wollte jemanden für Januar oder Februar. Das ging beim besten Willen nicht. Wir wußten ja gar nicht, wann genau wir unser Visum zugeschickt bekommen, außerdem hat Bernd ja drei Monate Kündigungsfrist. Jedenfalls wollte die Fa. sich nach zwei Wochen melden.
Und es kam wieder anders…
Bernd hatte sich über “Xing” (ein Internetportal) mit jemanden unterhalten und sich bei einer deutsch-amerikanischen Steuerberater-Gesellschaft beworben, in Chicago sollte eine neue Filiale eröffnet werden. Bernd bekam Anwort und hatte ein Telefon-Interview mit dem höchsten Chef der Gesellschaft. Er war supernett und hat Bernd einen Job in Greenville und Charlotte (South Carolina ca. 30 km von Duncan entfernt) angeboten, und zusätzlich noch eine andere Option Bernds Bewerbung weiterzuleiten. Der Chef der Fa. würde Bernd am liebsten in Greenville einsetzen, läßt aber die Option Charlotte offen.
Zwei Tage später lief dann das zweite Telefon-Interview. Bernd und ich entschieden uns für Greenville, weil sich dort sehr viele deutsche Firmen niedergelassen haben und die Chance für mich einen Job zu finden, wahrscheinlich größer ist.
Es wurde gleich mündlich einen Vertrag abgeschlossen ( schriftliche Verträge gibt es selten), das Gehalt und Urlaubstage festgelegt und Bernd und ich wurden nach Greenville und Charlotte eingeladen. Wir sollten uns die Gegend anschauen - schließlich sollen wir uns dort wohlfühlen.
Vorher hatte sich Bernd aber noch in Bonn mit dem Chef getroffen, der in Deutschland auf Geschäftsreise war, um sich persönlich kennenzulernen und noch einiges abzustimmen. Bernd und ich sind zum Beispiel krankenversichert und Bernd kann in die amerikanische Rentenversicherung einzahlen.

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Nov 12 2007

Termin beim Vertragsarzt

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Nicole:

Am 06.11. hatten wir unseren Termin beim Vertragsarzt in Dortmund.
Um 7.30 Uhr mußten wir beim Lungenfacharzt sein, bei dem wir geröngt wurden. Das Röntgenbild wird dann auf Tuberkuloseanzeichen untersucht, kurze Besprechung mit dem Arzt und weiter ging es zum eigentlichen Vertragsarzt. Um 8.10 Uhr waren wir dann da. Es wurde Blut abgenommen (Aids- und Hepatitis-Test). Unsere Impfungen wurden überprüft, man wurde etwas abgeklopft und die eigentliche Untersuchung mit Besprechung war für Bernd und mich nach 10 Min. vorbei und wir waren schlappe 300,00 € ärmer. Wir hatten vergessen unsere “Case-Nr.” für unser Visum aufzuschreiben, aber das war kein Problem, wir konnten die Nr. nachreichen.

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Nov 12 2007

Was nun alles erledigt werden mußte….

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Nicole:

Nun gab es einiges, was wir erledigen mußten. Wir gingen zum Arzt um uns die nötigen Impfungen geben zu lassen (Masern-Mumps-Röteln, Diphterie-Tetanus) und ließen einen Windpocken-Titer erstellen (Erwachsene werden normalerweise nicht gegen Windpocken geimpft). Bernd und ich hatten als Kind die Windpocken, und die Titer-Werte waren hoch genug.

Wir überlegten uns, wann wir in die USA ziehen wollten und legten für uns den 01.07.08 fest.
Bernd wollte noch sein LLM Studium zu Ende machen, und wir wollten vor allem noch kräftig sparen. Außerdem hat Bernd drei Monate Kündigungsrecht und die Kündigung sollte ordentlich ablaufen.

Wir überlegten nun in welche Gegend wir ziehen wollten, wir waren ja schon ein paar mal im Urlaub. New York City kam für uns Beide auf Anhieb nicht in Frage, weil uns die Stadt zu “Busy” und vor allem zu teuer ist. Ich wolllte auf keinen Fall in ein Katastrohengebiet ziehen, also fiel für mich Kalifornien (Erdbeben- und Sunami-Gefahr) und Florida (Hurricans) schon mal weg (Bernd würde trotzdem dahinziehen). Wir liebäugelten aber schon mit der Chicago-Gegend. Wir waren zwar noch nie da, aber was wir in Reisevideos sahen und Reiseführern lasen gefiel uns.
Wir waren uns aber einig, dorthin zu ziehen, wo wir einen Job finden. Wenn wir vor dem Umzug keinen Job finden sollten, wollten wir an die großen Seen ziehen.
Ich beschäftigte mich nun mit den einzelnen Bundesstaaten, die prinzipiell für uns in Frage kommen könnten, recherchierte im Internet nach Arbeitslosenquoten, Durchschnittseinkommen, Infrastruktur, Kriminalität, Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, Umweltkatastrophen etc. Ich erstellte eine Tabelle und verteilte Punkte. Ich dachte mir, dass man sich in den Bundestaaten mit den meisten Punkten bewerben könnte. Minnesota und Wisconsin, meine persönlichen Favoriten gehörten auch dazu.

Bernd erkundigte sich nach Krankenversicherungen. Ich ließ mir einen europäischen Führerschein erstellen, Bernd hatte schon einen. Wir beantragten unsere Führungszeugnisse für das Konsulat und machten einen Termin beim Raphaels-Werk.

Die Beratung beim Raphaels-Werk in Essen war sehr interessant und wir merkten, dass wir bis jetzt schon sehr gut vorbereitet waren. Man riet uns eine internationale Geburts-und Heiratsurkunde zu beantragen und uns von unserem Hausarzt eine Übersicht über unsere Krankheitsgeschichte geben und diese ins Englische übersetzen lassen sollen. Das macht dann den Besuch beim neuen Arzt einfacher.

In dem Buch “der Amerikanische Traum”, gibt es ein Adressregister, von dort hatten wir auch die Adresse vom Raphael-Werk. Außerdem suchten wir die Adresse von dem Vetragsarzt in Dortmund heraus und Bernd legte einen Termin für uns fest.

Meine Schwiegermutter Marianne hat schon alle Möbel verkauft. Wir leben in unserer Wohnung sozusagen nur noch auf Kommission. Außerdem suche ich schon nach und nach alles heraus, was wir nicht mehr unbedingt benötigen und bringen die Dinge zu Marianne. Sie hat ein echtes Händchen alles zu verkaufen - sie verkaufte früher schon Dinge mit Erfolg auf dem Trödelmarkt.
Auf jeden Fall kommt so eines an Geld zusammen, schließlich müssen wir ja bald alles neukaufen.
Neukaufen ist gegenüber der Container-Schiffsfracht um einiges günstiger. Für 5000 - 6000 € bekommt man unserer Meinung nach eine tolle Wohnungseinrichtung, zumal in fast jeder Wohnung schon eine Küche eingebaut ist.

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Nov 10 2007

Unterlagen aus Kentucky

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Nicole:
Nachdem wir die Gewinnbenachrichtigung bekommen hatten rief Bernd am 2. Mai bei American Dream an. Ihm wurde gesagt, dass der Konsulatstermin wahrscheinlich im Dezember oder Januar stattfinden sollte.
Wichtig war uns auch zu wissen, ob wir überhaupt in den Urlaub in die USA fliegen konnten, weil wir nämlich schon unseren Flug gebucht hatten. Ich hatte gelesen, dass wenn ein Visa-Antrag läuft, man in Gefahr läuft, den Visa-Ablauf zu gefährden, wenn man in dieser Zeit in die USA einreist. American Dream hat uns aber beruhigt, dass man ruhig dort Urlaub machen kann. Man darf nur nicht auf Arbeitssuche gehen und man sollte den Einwanderungsbeamten, wenn er fragt, sagen dass man zum Urlaub machen gekommen ist.

Und wir warteten ganz gespannt auf unsere Unterlagen aus Kentucky.
Am 08. Mai waren die Unterlagen dann da. Wir lasen erst einmal alles ganz in Ruhe durch. Die Fragebögen, die ausgefüllt werden mußten, waren alle auf englisch auch nicht schwer zu verstehen, und es gab noch einen deutschen “Hilfsbogen”. Da wir auf jeden Fall alles richtig eintragen wollten, waren wir froh, den Hilfbogen zu haben. Was wir alles ausfüllen mußten…
Welche Schulen wir besucht haben, wie oft, wann und wo wir in den USA waren, bei welchen Arbeitgebern wir gearbeitet haben, Namen und Geburtsorte der Eltern etc.
Wir haben zwei lange Abende damit verbracht alles auszufüllen und hinterher nochmal Kontrolle zu lesen, ob auch alles richtig eingetragen wurde. Wir wollten schließlich nicht wegen kleiner Fehler unseren Greencard-Antrag vergeigen.
Außerdem mußten wir noch zum Fotografen und spezielle Fotos machen lassen. Die Fotos müssen eine bestimmte Größe haben, beide Ohren müssen zu sehen sein, man darf keine Ohringe und Brille tragen und lächel darf man auch nicht. Was glaubt Ihr wie diese Fotos aussahen?
Genau, und diese Fotos kommen auf unsere Greencard. Wir mußten jeweils ein Foto mit zu den Unterlagen legen und die restlichen Fotos brauchen wir für unseren Konsulatstermin.

Ich schaute ins Internet wo die nächste Fedex-Paket- und Postannahmestelle ist, und Bernd fuhr am Donnerstag nach Ratingen. Er bezahlte sage und schreibe 52,00 um unsere Unterlagen nach Kentucky zu schicken. Da Fedex “Sendungsverfolgung” hat, konnten wir im Internet sehen, dass der Brief am Freitag zugestellt wurde.

Und nun hieß es warten….

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Nov 10 2007

Träume sind nicht nur Schäume

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Nicole:
In der Nacht vom 30. auf den 31. April habe ich geträumt, dass wir die Greencard gewonnen haben. Ich habe ganz genau gesehen, wie ein Stempel in unseren Reispass gedrückt wurde: “US Citizen” und das Datum, ich glaube das war 2007, aber genau erinnere ich mich nicht mehr.Am nächsten Tag habe ich Allen, die es nicht hören wollten erzählt und wir haben darüber gelacht.Abends waren wir noch bei unseren Freunden Petra und Christian eingeladen, da habe ich es auch erzählt, und wir haben wieder gelacht. Wieder zu Hause checkte Bernd, wie immer, seine@mails.Er stand auf holte eine Flasche Wein und fragte ob ich auch ein Glas Wein möchte. Ich war etwas verdutzt, weil wir schon ewig keinen Wein mehr getrunken, aber gut, warum nicht. Bernd stieß dann auf unsere Greencard an. Ich kam mir etwas vera… vor und sagte, dass das ja nur ein Traum war. Bernd fragte ob ich das wirklich geträumt habe und nun sollte ich doch von den Lottozahlen träumen, weil wir wirklich gewonnen haben. Ich konnte das gar nicht glauben. Ich weiß gar nicht, wie oft wir die @mail von American Dream gelesen haben:

Sehr geehrter Herr Deffland,

wir können Ihnen heute eine sehr erfreuliche Mitteilung machen!

SIE HABEN IN DER GREENCARD-LOTTERIE DV-2008 GEWONNEN !!

Die entsprechenden Unterlagen sind gerade bei uns eingetroffen und werdenin den nächsten Tagen an Sie weitergeleitet. Es handelt sich um einen DIN A4 Umschlag, den Sie spätestens Anfang nächster Woche in Ihrem Briefkastenfinden sollten. Nur um sicherzugehen, dass wir Ihnen Ihre Gewinnunterlagenan die richtige Adresse weiterleiten, möchten wir Ihnen nochmals die bei
uns gespeicherten Daten nennen: …..

Sollte sich daran etwas geändert haben, teilen Sie uns dies bitte unverzüglich mit!
Ansonsten erhalten Sie mit den Unterlagen von uns eine ausführliche Dokumentation auf Deutsch, welche den weiteren Weg beschreibt und in dem wir Ihnen wichtige Tipps und Tricks verraten. Bitte warten Sie einfach unsere Post ab und wenden sich dann wieder an uns, falls danach noch Fragen offenbleiben sollten.
Wir sind nach Erhalt Ihrer Gewinnunterlagen immer gern für Sie da. Wenn Sie irgendwann jetzt, in den nächsten Monaten oder auch erst nach Erhalt Ihrer “richtigen” GreenCard Fragen an uns haben, melden Sie sich einfach telefonisch oder per e-Mail! ……

Also, wie Ihr seht, sind Träume nicht nur Schäume….

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Nov 09 2007

American way of life

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Nicole:
Durch unsere ganzen Urlaube in den USA entstand immer mehr der Wunsch für ein paar Jahre in die USA zu gehen. Bernd und ich wollten dort leben und arbeiten und den Alltag in den USA kennen-
lernen. Seit Mitte 2006 beschäftigten wir uns mehr und mehr mit dem Thema. Wir kauften uns das Buch “Der amerikanische Traum” um uns mit der Thematik, besonders mit den Visa-Bedingungen vertraut zu machen. Da ich ja in den USA auch arbeiten möchte, kamen nur zwei Visen für uns in Frage, eines davon wäre ein “Entsende-Visum” von deutschen Firmen, die in den USA eine Niederlassung haben.
Wir suchten nun also deutsche Firmen, die in den USA eine Niederlassung haben. Bernd kaufte sich bei der deutsch-amerikanischen Handelskammer die Adressen und schrieb die ersten Initiativ-Bewerbungen, doch leider tat sich nichts. Bernd schrieb sich bei der deutsch-amerikanischen Handelskammer ein, mailte die CV und wir freuten uns tierisch, als ein Vorgespräch für eine ausgeschriebene Stelle in der Nähe von Chicago stattfand. Leider blieb es bei dem Vorgespräch.

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Nov 05 2007

Urlaubstraum USA

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Nicole:
Amerika - der Kontinent war für uns am anderen Ende der Welt, weit weg und teuer dorthin zu gelangen. Wir haben lange davon geträumt einmal dort Urlaub machen zu können. Freunde und Bekannte, die dort schon waren, erzählten begeistert und machten uns immer neugieriger.
Wir sparten lange um uns endlich unseren Urlaubstraum zu erfüllen. Ende Februar 2004 war es endlich soweit, wir flogen nach Amerika, genauer gesagt in den Bundesstaat Florida, nach Miami. Ich beschäftigte mich mit Reiseliteratur über Florida und arbeitete eine Route aus.
Uns gefiel es in Florida richtig gut, die Leute dort waren so nett, freundlich und hilfsbereit. Überall in den Geschäften, Cafe´s, Restaurants wurde man mit “How are you doing” begrüßt, wenn Bernd und ich uns gegenseitig fotografierten bot man uns an von uns ein gemeinsames Foto zu machen. Wenn wir mit einem Stadtplan auf der Straße standen und schauten in welcher Richtung wir müssen, fragte man uns ob man uns helfen könnte, wohin wir denn wollten.
Die Menschen waren so aufgeschlossen und neugierig, fragten uns aufgrund unseres Dialektes woher wir kommen. Als sie Germany hörten, kramten sie gleich alle deutschen Wörter aus ihrem
Wortschatz, die sie kannten. Die Menschen hatten entweder deutsche Vorfahren oder Freunde, Bekannte, die schon mal in Deuschland waren oder waren selbst schon in Deuschland.
Wir fühlten uns rundum wohl.
Leider gingen die drei Wochen viel zu schnell herum, aber wir wollten auf jedenfall wiederkommen. Als wir zu Hause waren kam Bernd auf die Homepage von American Dream. Bernd meldete sich gleich bei dem Gewinnspiel an, versuchen kann man es ja mal.
2005 haben wir dann eine Rundreise an die Ostküste gemacht, Las Vegas, Grand Canyon und Kalifornien. 2006 machten wir eine Rundreise durch die Südstaaten, Weihnachten 2006 waren wir in New York City und für 2007 war eine Neuengland-Rundreise geplant.
Überall wo wir waren, gefiel es uns und waren traurig, wenn wir wieder nach Hause mußten. Am liebsten wären wir gleich da geblieben.

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